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Fachtagung "Alter braucht Vielfalt und Kooperation"

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Mittwoch, 21. Juni 2017
8:00 - 16:00 Uhr
BHF-BANK-Stiftung
Bockenheimer Landstraße 10, 60323 Frankfurt am Main

Kosten: 35 EURO
Programmflyer


Fachtagung "Alter braucht Vielfalt und Kooperation"

Wie wollen wir leben und wohnen, wenn wir alt sind?

„Der Ort, an dem ein Mensch altert, trägt entscheidend dazu bei, wie er altert."1

Die Gestaltung einer guten Alternspolitik in den Kommunen braucht viele kluge und kreative Köpfe. Je älter Menschen werden, desto unterschiedlicher sind ihre Bedürfnisse, umso vielfältiger sind auch ihre Lebensverhältnisse und -stile. Dies bedeutet, dass wir überlegen müssen, wie für jeden die beste Lebensqualität erreicht werden kann. In der Versorgung pflegebedürftiger älterer Menschen haben sich in den letzten Jahren gravierende Veränderungen ergeben. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass das Selbstverständnis des älter werdenden und alten Menschen in der Gesellschaft im Wandel ist. Dies bedeutet auch, dass Kommunen ihre Infrastruktur und Dienstleistungen „alternsfreundlich" flexibel anpassen sollten, um ältere Mitbürger in ihrem Bedürfnis nach Teilhabe am öffentlichen Leben zu unterstützen. Ein selbstbestimmtes Leben und der Erhalt, aber auch die Verbesserung sozialer Teilhabe – auch im hohen und unterstützungsbedürftigen Alter – braucht darauf ausgerichtete Sozialräume und Infrastrukturen, insbesondere in den Bereichen Wohnen und Wohnumfeld.

Die Fachtagung wird in diesem Kontext aus einem interdisziplinären Blickwinkel heraus insbesondere Fragen zu den Themenkreisen „Wohnen im Alter", „Wohnzufriedenheit" und „Wohnwünsche" erörtern. Ebenso werden unterschiedliche Unterstützungsmodelle und Serviceleistungen vorgestellt, die hilfreich sind, wenn Unterstützung erforderlich wird. Hierbei wird auch der Frage nachgegangen, wie das jeweilige Wohnumfeld fördern oder einschränken kann. Am Beispiel des nordhessischen Projektes „Mobilfalt" wird gezeigt, wie mit klugen und kreativen Ideen fehlende Anschlüsse im öffentlichen Nahverkehr kompensiert werden und Einkaufsmöglichkeiten, Arztpraxen, Apotheken u. a. wieder leicht erreichbar werden.

1 S. Beetz et al. 2009, Altern in Gemeinde und Region. Altern in Deutschland, Bd. 5, Stuttgart (Wissenschaftl. Verlagsgesellschaft).

 


Programm

8:00 Uhr: Einlass und Ankommen

9:00 Uhr: Begrüßung/Moderation
Sylvia Kern, Geschäftsführerin Deutsche Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg

9:05 Uhr: Grußwort
Brigitte Henzel, Amtsleitung Jugend- und Sozialamt Frankfurt am Main

9:15 Uhr: Selbstbestimmt Leben heute und in Zukunft – Wohnen und Wohlbefinden im Alter
Prof. Dr. Frank Schulz-Nieswandt, Universität zu Köln, Institut für Soziologie und Sozialpsychologie (ISS)

9:45 Uhr: Wohnen in Frankfurt aus dem Blickwinkel der Alternsforschung
Prof. Dr. Frank Oswald, Goethe-Universität Frankfurt am Main, Interdisziplinäre Alternswissenschaft (IAW) im Fachbereich Erziehungswissenschaften, Frankfurter Forum für interdisziplinäre Alternsforschung (FFIA)

10:15 Uhr: Kaffeepause

10:45 Uhr: Älterwerden mit Vielfalt – Wohnen mit Einfalt?!
Frédéric Lauscher, Vorstandsvorsitzender Frankfurter Verband für Alten- und Behindertenhilfe e. V.

11:00 Uhr: Lebenshaus St. Leonhard „Das Normale ist das Besondere", von Segmenten zum Mi(e)teinander
Bernd Kraus, Caritasverband Frankfurt e. V., Abteilungsleiter Alten- und Krankenhilfe

11:15 Uhr: Aus Erfahrung lernen
Anke Mansky, Sen-Se e. V., Senioren-Selbsthilfe für Gemeinschaftliches Wohnen, Frankfurt

11:30 Uhr: Pause und Mittagsimbiss

13:00 Uhr: Altwerden in meinem Viertel - die Hausgemeinschaft für Menschen mit Unterstützungs- und Pflegebedarf
Bernd Meißnest, Facharzt für Geriatrie & Psychiatrie, Chefarzt/Ärztliche Leitung Zen-trum für Alternsmedizin, Klinik für Gerontopsychiatrie und Psychotherapie am LWL-Klinikum Gütersloh

13:30 Uhr: Präventive Hausbesuche zur Innovation kommunaler Seniorenarbeit
Anne Gebert, Deutsches Institut für angewandte Pflegeforschung e. V., Wissenschaftliche Begleitung des Projektes Gemeindeschwester plus

13:45 Uhr: Das Krankenhaus als Risiko für ältere Menschen – was nehme ich mit nach Hause?
Stefan Kreisel, Evangelisches Klinikum Bethel, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Abteilung Gerontopsychiatrie

14:00 Uhr: Kaffeepause

14:30 Uhr: Qualitätsinitiative für Kommunen: Seniorennetzwerke/Gute Kommunikation und Kooperation – erleichtert die Daseinsvorsorge
Kornelia Jordan, Leitung Leitstelle Älterwerden Stadt Moers

14:45 Uhr: „Gepflegt" wohnen bis ans Lebensende? – Konzept der Kieler Servicehäuser
Birgit H. E. Walkenhorst, Leitung Kieler Servicehäuser der AWO Schleswig-Holstein

15:00 Uhr: Nachbarn sind wir alle – Sozialraumprojekt Mühlberg in Frankfurt-Sachsenhausen
Hannelore Rexroth, Geschäftsführerin AGAPLESION MARKUS DIAKONIE, Frankfurt am Main

15:15 Uhr: Mobil im Stadtteil – ein neuer Frankfurter Weg
Jutta Kepper, Leitung Marketing und Kommunikation, Nordhessischer Verkehrs- Verbund (NVV)

15:45 Uhr: Die Perspektiven für Frankfurt/Aussicht
Prof. Dr. Frank Schulz-Nieswandt, Universität zu Köln, Institut für Soziologie und Sozialpsychologie (ISS)

16:00 Uhr: Ende

 

Moderation:
Sylvia Kern, Geschäftsführerin der Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg


Wir hoffen, mit den von uns ausgewählten Inhalten Ihr fachliches und/oder persönliches Interesse geweckt zu haben, und bedanken uns bei allen Referenten und Mitwirkenden für ihre Bereitschaft, die Fachtagung zu gestalten. Wir freuen uns mit Ihnen auf einen anregenden Tag, der sicher auch Zeit und Raum für persönliche Begegnungen lässt.

Kontakt

Stadt Frankfurt am Main
Jugend- und Sozialamt, Rathaus für Senioren
Leitstelle Älterwerden
069 / 21245058, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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