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Aktionswochen Älterwerden 2014

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Rückbesinnung auf „Die jungen Jahre“

Seniorinnen und Senioren Frankfurts entdecken bei den Aktionswochen ihre fast schon vergessenen Fähig- und Fertigkeiten 

Unter dem Motto „Körper, Geist und Seele“ fanden vom 16. - 29. Juni die zur Tradition gewordenen Aktionswochen „Älterwerden in Frankfurt“ der Stadt Frankfurt am Main statt. In über 200 Einzelveranstaltungen, die von zahlreichen Vereinen und Institutionen Frankfurts organisiert wurden, waren alle Frankfurter Seniorinnen und Senioren dazu aufgerufen, sich am ausgesprochen vielfältigen Programm aktiv zu beteiligen und eine Rückbesinnung auf fast schon vergessene Talente durchzuführen.

Die Veranstaltungen fanden unter den Themenkomplexen „Gesundheit“, „Pflege“, „Kunst, Kultur, Bildung“, „Leben, Wohnen & Mobilität“, „Sport und Tanz“, „Natur und Garten“ und „Ausflüge und Wanderungen“ statt und deckten die verschiedensten Interessenlagen der älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger Frankfurts ab.

Das Thema „Gesundheit im Alter“ wurde in zahlreichen Informationsveranstaltungen aufgegriffen, bei denen die Senioren praktische Tipps zu Alltagsbewältigung erhielten. Hier wurde im Speziellen die Altersdemenz in einer Vielzahl von Vorträgen thematisiert. Ein spezielles Highlight war auch die Fachtagung „Suizid im Alter“: Renommierte Referenten aus Sozialwissenschaft und Gerontologie beleuchteten dieses in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommene „Tabuthema“ aus verschiedenen Blickwinkeln und arbeiteten Ursachen und Motive, aber auch Präventionsmaßnahmen in ihren Vorträgen und Diskussionsrunden deutlich heraus.

Im Bereich „Pflege“ konnten sich die Seniorinnen und Senioren über die individuellen Pflegeformen des Sozialgesetzbuches informieren und sich auch vor Ort in etlichen Frankfurter Pflegeheimen direkt ein Bild von der nichthäuslichen Pflege machen.

Einen der vielfältigsten Themenkomplexe stellte der Bereich „Kunst, Kultur und Bildung“ dar. Hier wurden Kreativität und Geist der Senioren besonders gefordert und gefördert: So konnten die Teilnehmer beispielsweise eine Vielzahl von Musikinstrumenten ausprobieren, sich in einem „offenen Atelier“ künstlerisch betätigen oder auch die Grundlagen der Sprache Englisch erlernen. Für ein besonderes Highlight sorgte der Frankfurter Fotograf Hans Keller, der im Rahmen eines Foto-Projektes Stiftsfrauen in Shootingstars verwandelte und in ungewohnter und mutiger Perspektive zeigte. Eine weitere beeindruckende Attraktion mauserte sich stellte die ungewöhnliche Ausstellung „Vom Hirngespinst zum Handgespinst - Erlesene Schriften gestickt auf Leinen“ dar. Die Künstlerin verbindet in ihren Ausstellungsstücken literarische Meisterwerke großer Schriftsteller mit ihrer eigenen faszinierenden Handwerkskunst.

Das Thema „Leben, Wohnen & Mobilität wurde ebenfalls in einer Vielzahl von Veranstaltungen behandelt. Wohnsituation und Mobilität sind entscheidende Faktoren für eine gute Lebensqualität im Alter. In den Veranstaltungen konnten sich die Senioren über innovative technische Hilfen für den Alltag und im Wohnraum informieren, ein Selbstverteidigungstraining besuchen oder Tipps und Tricks zur Benutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs erhalten.

Der Bereich „Sport und Tanz“ ermutigte die Seniorinnen und Senioren dazu, sich auch im Alter mit Spaß zu bewegen und früher ausgeübten Hobbies nachzugehen. Neben einer Vielzahl von Tanzveranstaltungen zum Mitmachen konnten die Teilnehmer diverse Gymnastikformen ausprobieren, Bowling spielen oder sich beim Tischtennis versuchen.

Auch auf Reisen konnten die Senioren im Rahmen der Aktionswochen gehen. Neben Ausflügen zum berühmten Opel-Zoo nach Kronberg oder auf den bei Frankfurtern beliebten Lohrberg konnten die Senioren auch in das beschauliche Städtchen Andernach oder zum Rodenstein reisen.

Abgeschlossen wurden die Aktionswochen zum einen mit dem traditionellen Bunten Nachmittag am Rathaus für Senioren, an dem in diesem Jahr unter dem Motto „Vielfalt in Frankfurt“ gut 800 Seniorinnen und Senioren teilnahem und ein vielfältiges Programm mit Musik, Tanz, Information und kulinarischen Köstlichkeiten geboten bekamen. Zum anderen stellte die Tanzveranstaltung „Jung tanzt mit Alt, Alt tanzt mit Jung“ für die zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein besonderes Highlight dar. Das internationale Tanzensemble SLAWIA lud zu einem Folklorenachmittag ein, an dem Interessierte jeden Alters Tänze aus Israel, Polen, Rumänien, Russland und Ungarn erlernen und zusammen aufs Parkett legen konnten. Das Miteinander von Alt und Jung stand im Mittelpunkt dieser Veranstaltung, und so gelang es tatsächlich, Generationen durch den Tanz zusammenzuführen.

Die für die Planung und Organisation der Aktionswochen Älterwerden in Frankfurt verantwortliche Leitstelle Älterwerden möchte sich abschließend bei allen aktiven Mitwirkenden bedanken, die diese zwei Wochen auch in diesem Jahr für viele Seniorinnen und Senioren Frankfurts zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht haben. Wir freuen uns bereits auf das Jahr 2015, in dem die Aktionswochen erneut unter einem spannenden Motto stehen werden und die Seniorinnen und Senioren Frankfurts erneut die Vielfältigkeit unserer Heimatstadt in einer Vielzahl von Veranstaltungsangeboten erleben können.

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