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Pflegestärkungsgesetz I und II

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Zum 01. Januar 2015 treten mit dem neuen Pflegestärkungsgesetz Änderungen bezüglich der Leistungen der Pflegeversicherung in Kraft. Im Folgenden möchten wir Sie über die wichtigsten Neuerungen informieren.

Zwei Drittel der Pflegebedürftigen wird zu Hause gepflegt. Die Bundesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag beschlossen, die Pflege zu reformieren. Dies soll in zwei Schritten geschehen.

Mit dem Pflegestärkungsgesetz I sollen zunächst Leistungsverbesserungen in Kraft treten, die sich zum einen in einer pauschalen Anhebung der Leistungssätze um 4% darstellen, zum anderen soll mit einzelnen Maßnahmen die Pflege zu Hause gestärkt werden. So werden z.B. Leistungen für Personen ausgebaut, bei denen zwar ein Hilfebedarf besteht, die aber nicht die Vorrausetzung für die Einstufung in eine der drei Pflegestufen erfüllen. Dies betrifft vor allem Menschen mit demenzbedingten Fähigkeitsstörungen, geistigen oder psychischen Erkrankungen.

Zudem wird ein Pflegevorsorgefonds eingerichtet, um die geburtenstarken Jahrgänge, die ca. um 2030 pflegebedürftig werden könnten, zu finanzieren.

In einem zweiten Schritt soll bis 2017 das Pflegestärkungsgesetz II realisiert werden. Hier soll ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff und damit ein neues Begutachtungsverfahren eingeführt werden. Die Pflegestufen sollen von bisher drei auf fünf Pflegegrade ausgeweitet werden. In dem neuen Begutachtungsverfahren sollen neben den bisherigen physischen Einschränkungen auch kognitive Einschränkungen stärker berücksichtigt sein. Derzeit wird das neue Begutachtungsverfahren in der Praxis erprobt.

Weiterführende Informationen über die Pflegestärkungsgesetze I und II finden Sie auf der Internetseite des Bundesministeriums für Gesundheit.
https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/pflege/pflegestaerkungsgesetze.html

Eine Übersicht über die veränderten Leistungen der Pflegeversicherung steht Ihnen hier zur Verfügung. (link hinterlegen) http://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/dateien/Downloads/P/Pflegestaerkungsgesetze/Tabellen_Plegeleistungen_BRat_071114.pdf

Bei weiteren Fragen können Sie gerne sich auch an den Pflegestützpunkt Frankfurt unter der Rufnummer 0800 / 5 89 36 59, Email Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wenden.

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